Das Innenleben der Pfarrkirche Pöllau
Der Baustoff dieser Kirche ist heimisches Material. Man spürt noch den Fleiß und Schweiß der Menschen, die aus allen Teilen der Pfarre kommend, von Grund auf bis in 58 m Turmhöhe emporgearbeitet haben. Von einer großen Auffahrrampe wird noch heute erzählt, die vom nahegelegenen Maierhof bis zu 20 m Mauerhöhe errichtet gewesen sein soll. Runde 10 Jahre gab es ab 1701 diese Bauarbeiten. In dieser Kirche betreten wir guten Pöllauer Boden und folgen von hier aus den Schwingungen und Rundformungen über Gesimse, Arkaden und Tonnengewölbe bis hinein in die Kuppel. So möchte die Kirche Einheit und Geborgenheit schenken und wie eine gute Mutter ihrer Kinder bei sich versammeln. 
Diesen allen wird als einer der ihren Augustinus vorgestellt, der Ordensvater der Augustiner Chorherren. Man suche und finde sein Bild in der 1. Seitenkapelle links (Taufe), im gemalten Arkadenbogen oberhalb des Gesimses (rechte Seite) und verweile beim großen Seitenaltar (rechte Seite), dem Augustini-Altar (Mölk-Bild). Bekehrung, brennende Liebe und voller Einsatz für die Menschen kennzeichnen sein Wirken. Ob auch der hl. Paulus daran seinen Anteil hatte? 

 

Es rechtfertigt Vieles, eine Zusammenschau von Kanzeldach und Augustinus-Darstellungen zu machen. Die wunderschöne Kanzel erinnert im Gesamten an den Stellenwert der Predigt in der Kirche. Jeder, der hier oben stand konnte seine Verkündigung mit vielen Bildern untermalen.
Orgel aus dem Jahre 1739

"Wer das Tor durchschritten hat, lässt ein Stück jener Welt hinter sich, die sehr alltäglich sein kann. Zu einem erfüllten Leben gehören aber auch die Schritte ins Heiligtum, dorthin wo Raum und Zeit sich auftun für die Dimension des Ewigen.
So gehen wir mit ruhigen Schritten durch die 64 m lange und 37 m breite Kirche und bleiben unterwegs immer wieder stehen, um zu schauen und zu staunen.
Das ist die angemessene Art diesen Kirchenraum in sich aufzunehmen.
Mit Weihwasser und Kreuzzeichen nehmen wir den Grundriss dieses Gotteshauses und unseres Lebens zeichenhaft auf. Im Schnittpunkt des Kreuzes erhebt sich die mächtige Kuppel, wo in 42 m Höhe die Lichtfülle des dreifaltigen Gottes gezeigt wird. Wahrhaft eine Offenbarung unseres Lebenszieles."

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