Maria Lebring - Gotteshaus am Südrand von Hartberg
Als Juwel spätbarocker Baukunst vielen Kunstfreunden wohl vertraut, stammt das Gotteshaus am Südrand der Stadt aus der Zeit der Gotik. Die der Himmelfahrt Mariä geweihte Filial- und Wallfahrtskirche beeindruckt durch ihre spätbarocke Ausstattung, die von der malerischen Freskenausschmückung des Josef Adam von Mölk bestimmt wird.
Bereits 1409 wird eine Kapelle auf dem römischen Grabhügelfeld (am Lebern) geweiht, die durch den spätgotischen Neubau von 1472 ersetzt wurde. Dieser Bau ist durch den 5/8-Chorschluß, durch vermauerte Spitzbogenfenster und durch die Strebepfeiler sowie durch die Wanddienste im Inneren erkennbar.                   
Maria Lebringkirche
Römerausgrabungen "Villa Rustica" Löffelbach
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Walter Modrijan wurden die Mauerreste der „Villa Rustica" in den Jahren 1961 bis 1963 freigelegt, konserviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der römische Gutshof wurde vom 2. bis zum 4. Jhdt. n. Chr. bewohnt, zwischenzeitlich wahrscheinlich verlassen (Markonmannenkriege ab 166 n. Chr.) und in mehreren Bauphasen nach dem Vorbild prächtiger Kaiservillen im Mutterland ausgeweitet. Vergleichbar ist die Villa bei Piazza Armerina/Sizilien, die Maximianus Herkuleus (Regierungszeit 268 - 305 n. Chr.) errichten ließ.
Bei der Villa Rustica in Löffelbach handelt es sich um eine palastartige Peristylvilla (Peristyl = griech. „rings von Säulen umgeben"). Die Ausgrabungen liegen direkt an der Römerweinstraße am Fuße der Löffelbacher Weinberge und sind ein beliebtes Ausflugsziel. Um die Ausgrabungen zu erreichen ist ein Fußmarsch von ca. 8 Minuten erforderlich (Parkplätze für Busse und PKW sind vorhanden). Seit dem Jahre 1994 ist in Zusammenarbeit mit dem Verein Villa Rustica, der Gemeinde und dem Bundesdenkmalamt eine Generalsanierung im Gange.
Besichtigung der Villa ist immer möglich (kostenlos). Führungen nur gegen Voranmeldung bei Herrn Spitzer Alois, Löffelbach 12, Tel. 03332/63246

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